Osteoporose ist eine stille Erkrankung, die oft lange unentdeckt bleibt. Ist die Erkrankung fortgeschritten, zeigen sich jedoch typische Anzeichen des Knochenschwunds mit folgenden Symptomen:
Der Knochenschwund führt zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche, wie z.B. Schenkelhals- oder Unterarmbrüchen bei eigentlich harmlosen Stürzen, Rippenbrüchen bei kräftigen Hustenanfällen oder Wirbelkörperbrüchen beim Bücken oder Heben.
Wenn ein Wirbelkörper bricht, spüren die Betroffenen oft akute Rückenschmerzen. Nicht selten gehen diese, insbesondere bei Einbrüchen mehrerer Wirbelkörper, in einen chronischen Schmerz über.
Wenn Wirbelkörper zusammenbrechen, werden Betroffene kleiner. Ein Größenverlust von mehr als 4 cm seit dem 20. Lebensjahr ist ein typisches Zeichen für Osteoporose.
Durch den keilförmigen Einbruch der Brustwirbel beugt sich der Oberkörper langsam nach vorne. Dies führt zu einem typischen Rundrücken, der umgangssprachlich auch als "Witwenbuckel" bezeichnet wird, weil die Osteoporose früher häufig als typische Frauenkrankheit angesehen wurde. Eine Folge ist die Behinderung der Atmung in Form von Kurzatmigkeit.
Die Verringerung der Körpergröße verursacht ein Vorwölben des Bauches. Der Bauchraum bietet dadurch weniger Platz für die Organe, wodurch die Atmung zusätzlich eingeschränkt wird.
Der Größenverlust der Wirbelsäule führt zu charakteristischen Hautfalten am Rücken, die als "Tannenbaumphänomen" bezeichnet werden.