Eine Blutuntersuchung klärt, ob bei Ihnen andere Erkrankungen vorliegen, die die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen, oder ob bestimmte Medikamente, die Sie einnehmen, als Ursache für eine Osteoporose in Frage kommen. Außerdem lassen sich mit einer Blutuntersuchung auch andere Knochenerkrankungen abklären, die mit einer Osteoporose verwechselt werden könnten.
Folgende Werte werden dafür im Labor untersucht:
Diese Werte geben Aufschluss über den Knochenstoffwechsel. Sie geben einen Hinweis darauf, ob ein übermäßiger, krankheitsbedingter Knochenabbau vorliegt. Ursachen können zum Beispiel hormonelle Störungen oder Krebserkrankungen sein.
Bei einer langwierigen Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz) ist das sogenannte Kreatinin erhöht. Der Kreatininspiegel ist häufig auch bei verschiedenen Knochenerkrankungen erhöht, wie bei der sogenannten Osteomalazie (Knochenaufweichung) oder dem Morbus Paget, einer gutartigen, aber langsam fortschreitenden Knochenerkrankung. Andererseits kann die Niereninsuffizienz selbst zu einer langsamen Zerstörung der Knochenstruktur führen (sogenannte renale Osteopathie).
Die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit und das C-reaktive Protein zeigen, ob im Körper eine Entzündung vorliegt. Auch bei Krebs- oder chronisch-entzündlichen Erkrankungen können diese beiden Werte längere Zeit erhöht sein.
Schilddrüsenwerte können Aufschluss darüber geben, ob eine Schilddrüsenüberfunktion oder die Behandlung mit Schilddrüsen- hormonen zu einer Osteoporose geführt haben könnten.
Veränderungen im Blutbild können Hinweise auf Entzündungen im Körper geben, die den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen.
Eine veränderte Zusammensetzung der Bluteiweiße kann ebenfalls auf chronische Erkrankungen, zum Beispiel auf eine bestimmte Form des Blutkrebses (Multiples Myelom) hinweisen, das unter Umständen zu einer Osteoporose führt.