Biomarker: Bestimmte, natürliche Verbindungen im Körper, die auch auf das Fortschreiten einer Erkrankung hinweisen oder den Behandlungserfolg überwachen. Bestimmte Biomarker können Auskunft über den Verlauf der Osteoporose geben.
Bisphosphonate: Medikamentengruppe, die aufgrund ihrer chemischen Struktur in der Lage ist, sich direkt an Mineralstoffe des Knochens zu binden und den Knochenabbau durch die Osteoklasten, also knochenabbauende Zellen, zu hemmen. Bisphosphonate sind die Therapie der Wahl bei Osteoporose. Sie erhöhen die Dichte und die Festigkeit des Knochen und reduzieren das Risiko für Knochenbrüche.
Calcium: Wichtiger Mineralstoff; wird für zahlreiche biologische Funktionen benötigt, unter anderem für die Knochenneubildung, für die Regulation von Enzymen und die für das Funktionieren von Muskeln. Der Körper kann Calcium nicht selbst herstellen, sondern ist auf die Zufuhr durch die Nahrung angewiesen.
Hyperkalzämie: Unnormal erhöhter Calciumspiegel im Blut.
Hypokalzämie: Unnormal erniedrigter Calciumspiegel im Blut.
Intravenöse (i.v.-) Infusion: Gabe von flüssigen Substanzen direkt in eine Vene; damit können Flüssigkeiten oder Medikamente sehr schnell im gesamten Körper verteilt werden und ihre Wirkung entfalten.
Knochenmasse oder Knochendichte (auch Bone Marrow Density oder BMD): Wird meist mittels Knochendichtemessung (DXA-Verfahren: „Dual X-Ray Absorptiometry”) der Hüfte und Wirbelsäule gemessen. Diese exakte Bestimmung dauert üblicherweise weniger als 15 Minuten und die eingesetzte Strahlendosis ist nur sehr gering (bis zu 100-mal weniger als bei einer Standard-Röntgenaufnahme vom Brustkorb). Die BMD dient als Messgröße für die Knochengesundheit und zur Diagnose bei Osteoporose.
Knochenresorption: Ein anderer Begriff für Knochenabbau. Die für die Knochenresorption verantwortlichen Zellen sind die Osteoklasten.
Knochen-Turnover: Der Prozess des Abbaus von Knochen und ihrer Neubildung, sozusagen ein kontinuierlicher Prozess der „Runderneuerung“. Dieser Prozess ist normalerweise ausgewogen. Dabei bilden neue Knochenzellen genauso schnell neue Knochensubstanz, wie alte abgebaut werden.
Metabolische Knochenkrankheit: Alle Erkrankungen, bei denen die chemischen Vorgänge, die im Knochen ablaufen, nicht mehr wie vorgesehen im Gleichgewicht stehen. Das Ergebnis sind Veränderungen der Knochenzusammensetzung und eine verminderte oder schlechtere Knochenerneuerung. Metabolische Knochenerkrankungen können angeboren sein, oder Sie erwerben sie durch Faktoren wie hormonelle oder ernährungsbedingte Störungen. Osteoporose ist die häufigste metabolische Knochenkrankheit. Weitere metabolische Knochenerkrankungen sind Morbus Paget, Osteomalazie und renale Osteodystrophie.
Ösophagitis: Entzündung der Speiseröhre; Ursache ist oft ein Säurerückfluss aus dem Magen in die Speiseröhre; eine der häufigsten Nebenwirkungen von oralen Bisphosphonaten.
Osteoblast: Für die Knochenneubildung verantwortliche Zelle.
Osteoklast: Für den Knochenabbau verantwortliche Zelle.
Osteogenese: Formation und Ausbildung von Knochen durch Zellen, die für die Knochenneubildung zuständig sind.
Osteogenesis imperfecta: Gehört zu den zahlreichen, angeborenen Bindegewebserkrankungen; gekennzeichnet durch unnormal zarte („glasige“) Knochen, die daher leicht brechen. Auch als Ostitis fragilitans oder Glasknochenkrankheit bezeichnet. Bei den Betroffenen besteht ein besonders hohes Osteoporoserisiko, da sie meist auf den Rollstuhl angewiesen sind und somit unter Bewegungsmangel leiden.
Osteopenie: Verminderte Knochenmasse oder -dichte.
Osteoporose: Stoffwechselerkrankung des Knochens, bei der mehr Knochen abgebaut als neu gebildet wird. Frauen ab den Wechseljahren sind besonders osteoporoseanfällig. Osteoporose ist eine stille Erkrankung, die zunächst oft unentdeckt bleibt. Eines der ersten Anzeichen können Brüche sein, die bei scheinbar harmlos aussehenden Stürzen oder Unfällen entstehen.
Parathormon (PTH): Von den Nebenschilddrüsen gebildetes Hormon; reguliert die Menge an Calcium und Phosphat im Körper; bei absinkendem Calciumspiegel im Blut bewirkt Parathormon, dass die Knochen Calcium freisetzen, um den Mangel im Blut auszugleichen. Wenn die Nebenschilddrüsen zu viel Parathormon bilden, kann das zur Knochenerweichung führen.
Postmenopausale Osteoporose (PMO): Form der Osteoporose, die nach den Wechseljahren auftreten kann; postmenopausale Frauen sind besonders osteoporoseanfällig, weil die Eierstöcke keine oder sehr viel weniger Östrogene produzieren. Der positive Einfluss dieser Hormone auf den Knochenstoffwechsel geht verloren, was zu einer Verminderung der Knochenmasse führt.
Vitamin D: Fettlösliches Vitamin; wird für das normale Wachstum von Zähnen und Knochen benötigt; Vitamin D fördert die Resorption von Calcium in den Körper und ist auch für die Knochenformation nötig; kann durch die Wirkung von Sonnenstrahlen auf der Haut auch im Körper gebildet werden.